Gerechtigkeit, Zukunft, Europa

von Evin Erdem

Kämpferisch und mit einer klaren Idee für Deutschland. So empfing Martin Schulz im Berliner Willy-Brandt-Haus die Vorsitzenden der SPD-Unterbezirke und -Kreisverbände aus ganz Deutschland und mehrere Hundert Mitglieder am vergangenen Wochenende. Die Botschaft: Eine konsequente Friedenspolitik, ein starkes und einiges Europa, Investitionen in die Zukunft unserer Kinder – und mehr Gerechtigkeit.

Nachdem die SPD ihren Programmentwurf vorgelegt hat, macht Martin Schulz nun erneut klar, was für ihn und seine Partei im Zentrum steht: Das Leben der Menschen in unserem Land besser zu machen. Der Auftrag an die SPD in diesem Wahlkampf sei es, für mehr Gerechtigkeit zu sorgen – damit der Wohlstand bei allen ankommt. „Wir wollen kräftig in die Zukunft investieren“, kündigt Schulz an. Das seien wir den nächsten Generationen schuldig. Sie hätten es verdient, in einer Gesellschaft zu leben, in der die Menschen füreinander da sind, wo es gerecht zugeht und wo jeder die gleichen Chancen auf Bildung, sichere Jobs und eine gute Zukunft hat. Unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, der Hautfarbe, Religion oder der eigenen Adresse. Auf dem Land sowie in den Städten. Darum, so der Kanzlerkandidat, müsse der Investitionsstau in Deutschland überwunden werden, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.

Mehr Gerechtigkeit will Schulz unter anderem auch auf dem Arbeitsmarkt durchsetzen – zum Beispiel bei der gleichen Bezahlung von Frauen und Männern, wenn sie die gleiche Arbeit machen. Dafür, so Schulz, werde eine SPD-geführte Regierung bereits „in den ersten 100 Tagen alle notwendigen Initiativen ergreifen“.

Europa will Martin Schulz stark machen – nur so könnten wir und unsere Kinder in Frieden leben. Die europäische Idee dürfe nicht aufs Spiel gesetzt werden, man müsse sich den Rechtspopulisten in den Weg stellen, die Europa schlecht reden wollen. „Europa ist ein Friedensprojekt und kein Aufrüstungsprojekt!“ formuliert er klar – auch in Richtung Donald Trump.

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