Aktuelles der SPD im Kreisverband Paderborn

Radelnd will sie sich ein Bild über die Menschen und deren Heimat in Nordrhein-Westfalen machen. Sicherlich wird Frau Scharrenbach auch sehr schöne Orte und Landschaften hier im Paderborner Land entdecken. Aber viele Menschen im Kreis Paderborn sind auch enttäuscht darüber, dass  ein wichtiger Teil ihrer Heimat, die Senne, offenbar bei den Vertreter*innen der Landesregierung auf keinerlei Interesse mehr stößt.

„Den Hinweis auf eine mögliche Entwicklung zum „Nationalpark Senne“ aus dem Landesentwicklungsplan zu streichen war einer der großen Fehler der CDU/FDP Regierung in Düsseldorf“, so der stellvertretende Vorsitzende der SPD Kreistagsfraktion Wolfgang Scholle. Die Bedeutung der Senne als Natur- und Umweltleuchtturm ist nicht hoch genug einzuschätzen.

Mit völligem Unverständnis reagiert der SPD Kreisverband Paderborn auf die Aussagen von Carsten Linnemann.

Kindern mit Migrationshintergrund und Sprachdefiziten den Grundschulbesuch  zu verweigern ist ein Skandal. „Das ist dumpfer Populismus. Linnemann versucht die Gesellschaft zu spalten und treibt sich gefährlich weit am rechten Rand herum“, so Burkhard Blienert, SPD Kreisvorsitzender.

Linnemann warnt vor Parallelgesellschaften, doch gerade durch die Ausgrenzung von einigen Kinder werden solche vorangetrieben. Das hat nun wahrlich nichts mehr mit gelebter Integration zu tun und würde nach Ansicht der SPD im Kreis Paderborn die guten Erfolge in der Integration in Deutschland schnell zu Nichte machen.

Herr Linnemann sollte seine Forderung schnellstens zurücknehmen. „Vielleicht wäre ein Besuch in einer Grundschule mit vielen Kindern mit Migrationshintergrund für das Gesellschaftsbild von Herrn Linnemann hilfreich“, so die stellvertretende Kreisvorsitzende Claudia Steenkolk. „Solche Schule gibt es auch im eigenen Wahlkreis, da muss man gar nicht bis nach Duisburg fahren.“

 

Auf dem Liborifest 2019 liegt ein Schatten, verursacht durch die rassistischen Äußerungen des Festredners auf dem Handwerkertag, Carsten Tönnies. Dass es sich bei den Äußerungen von Tönnies nicht um einen Ausrutscher handelt, liegt auf der Hand: Sicher kann man einmal einen politisch inkorrekten Ausdruck fahrlässig verwenden. Hier hatte sich jedoch der Festredner einen für sich genommen schlüssigen, wenn auch fakten-fernen Gedankengang zurechtgelegt, um seinen Unmut über drohende Klimasteuern in Verbindung zu bringen mit dem angeblichen Kinderreichtum afrikanischer Familien. So etwas ist kein Ausrutscher. Das ist vereinfachter Stammtisch-Diskurs, holzschnittartig, von oben herab, dem kolonialen Stil vergangener Zeiten gegenüber Afrika entsprechend. Alltagsrassismus, der in dem Gewand des Schlachter-Großindustriellen im dezenten Nadelstreifen daherkommt.