„Wer nicht kämpft, hat schon verloren!“

von Christopher Stange

SPD Paderborn zur Situation der Beschäftigten in Real-Märkten

Mohamed Soubh, Vorsitzender der SPD-AfA und Thorsten Drechsler, Betriebsratsvorsitzender bei Real Paderborn, haben Elvan Korkmaz-Emre, Mitglied im Deutschen Bundestag, persönlich von den Problemen bei den Real-Märkten berichtet.

Seit mittlerweile einem Jahr befinden sich die 34.000 Mitarbeiter*innen mit ihren Familien in der Schwebe. Metro hat vor einiger Zeit den Tarifvertrag mit der Verdi gekündigt und stattdessen mit einer arbeitgebernahen Gewerkschaft (DHV) Tarifverträge mit unfairen Bedingungen ausgehandelt. „Bereits da hatten wir schon die Vermutung, dass die Braut für einen möglichen Verkauf „aufgehübscht“ werden soll; diese Vermutung hat sich nun bestätigt. Zwar ist bei dem Verkauf der 277 Märkte an redos ein Käufer auf den Plan gekommen, doch der Immobilieninvestor - so viel ist schon bekannt - möchte die Märkte an unterschiedliche Interessenten vergeben. Durch die neuen und unfairen Tarifverträge wurden die Real-Märkte für einen potentiellen Käufer attraktiver, als zuvor mit teureren, also fair entlohnten Beschäftigten. Gleichzeitig wurden weder Betriebsräte noch Beschäftigte über den Stand der Verkaufsgespräche informiert. Diese Informationspolitik der Metro, ihren Beschäftigten gegenüber, ist unmoralisch und unverantwortlich. Die Beschäftigten müssen sich ausschließlich über die Medien darüber informieren, wie es um ihren Arbeitsplatz und oder um ihre Zukunft steht. Das geht so nicht!“

Die Betriebsrät*innen fordern, dass vor Abwicklung des bald anstehenden Verkaufs ein Vorratssozialplan ausgehandelt werden muss, um eine Mindestsicherung für die Beschäftigten zu haben. Denn verkauft redos wirklich an Edeka - wie es im Gespräch ist - verlieren alle Beschäftigten aus Abteilungen, die in Edeka-Märkten fehlen (z.b. Elektronik, Sportwelt, Haushalt), ihren Job. Es kann nicht sein, dass langjährige, treue Beschäftigte nach 35 Jahren einfach so auf die Straße gesetzt werden! Vorratssozialplan JETZT! Dafür kämpfen die Beschäftigten von Real.

SPD-Kreisvorsitzender Burkhard Blienert setzt sich ebenfalls für die Forderungen von Verdi ein.

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