Blienert sieht durch Corona beschleunigten Handlungsbedarf gerade in der Gesundheitspolitik

von Bärbel Hermansen

Die Entscheidung der Bundesregierung, das Kurzarbeitergeld bis 31.12.2021 und damit auf 24 Monate zu verlängern, kommt nach Ansicht von Burkhard Blienert, SPD Kreisvorsitzender rechtzeitig. Auch die Erhöhung auf 80% bzw. 87% ab dem siebten Monat ist richtig. Damit hat sich die SPD und insbesondere Arbeitsminister Hubertus Heil gegen die CDU durchgesetzt.

Millionen Menschen, die sich zurzeit in Kurzarbeit befinden, haben Sicherheit für sich und ihre Familien, um somit einigermaßen durch die Corona-Krise zu kommen.

„Wir hoffen alle, dass in den kommenden Monaten kein zweiter Lockdown notwendig und die Wirtschaft wieder anspringen wird. Mit dem Kurzarbeitergeld sind wesentliche Voraussetzungen geschaffen, dass die Menschen nicht unverschuldet in Not geraten,“ kommentiert Burkhard Blienert die Entscheidung aus Berlin.

Denn auch viele Betriebe und ihre Beschäftigten im Kreis Paderborn sind auf das Instrument Kurzarbeit angewiesen. Nichts wäre schlimmer, als wenn die Facharbeiter*innen ihren Job durch Corona nun verlieren würden.

Selbst in Krankenhäusern wurden Pflegekräfte in Kurzarbeit geschickt. Trotz Fachkräftemangel und Pflegenotstand ist die Zahl der Arbeitssuchenden im Pflegebereich im letzten Jahr gestiegen. Angesichts der großen Herausforderungen im Gesundheitssystem sind diese Fehlentwicklungen nicht zu verstehen. Blienert sieht für die nächsten Jahre erheblichen Veränderungsbedarf in der Gesundheitspolitik. „Wir fahren die Strukturen gerade vor die Wand. Während Krankenhäuser auf der einen Seite angesichts der Corona-Lage voll ausgelastet waren, haben andere leere Betten und Kurzarbeit angemeldet, trotz ausstehender Operationen und notwendiger Behandlungen. Nach Jahren des Verwaltens wird in der kommenden Legislaturperiode auf Bundesebene das Gestalten im Mittelpunkt stehen müssen,“ schätzt Blienert die gesundheitspolitische Lage zurzeit ein.

Zurück