CDU und FDP kündigen den Schulfrieden in NRW

von Bärbel Hermansen

Mit dem neuesten Vorschlag der schwarz-gelben Landesregierung wird der Schulfrieden in NRW Geschichte. Anstatt die neuen Sekundar- und Gesamtschulen zu unterstützen, sollen die Rest-Realschulen durch einen Hauptschulzweig ergänzt werden. CDU und

FDP ignorieren damit Eltern und Schülerinnen und Schüler. Denn die haben sich längst gegen Hauptschulen entschieden.

Für die Realschulen ist dieser Vorschlag ein Schlag ins Gesicht, denn damit wird ihnen ihr eigener Auftrag abgesprochen und sie werden leider zu Restschulen degradiert. Der schwarz-gelben Landesregierung geht es darum, um jeden Preis das mehrgliedrige Schulsystem zu erhalten und die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen zu verhindern. Und dafür wird der Schulkonsens aus dem Jahr 2011 unter der Regierung Kraft anscheinend gerne geopfert.

Richtig wäre aus Sicht des SPD-Vorsitzenden Burkhard Blienert im Kreis Paderborn, den Schulkonsens zukunftsfähig zu machen. Daran arbeitet die NRW SPD seit der verlorenen Wahl vor einem Jahr intensiv mit vielen Beteiligten in Workshops und Veranstaltungen im ganzen Land, so auch in Paderborn.

„Schulfrieden darf nicht nur zwischen den Parteien, sondern muss zwischen allen Beteiligten an den Schulen ausgehandelt werden. Wir brauchen einen neuen Schulkonsens. Einen zukunftstauglichen und mutigen Schulkonsens“, so Silke Kohaupt, die für die Kreis-SPD einen Arbeitskreis Bildung koordiniert.

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