Die Zukunft der Windkraft im Kreis Paderborn Klimawandel stoppen – Windkraft ausbauen

von Bärbel Hermansen

Irrweg des CDU-Fraktionsvize Carsten Linnemann stoppen

Der Klimawandel schreitet unaufhörlich voran, daran besteht wohl kein Zweifel. Wenn wir die Erde unseren nachfolgenden Generationen noch lebenswert hinterlassen wollen, sind Taten gefragt. Dazu gehört auch der Ausbau der Windkraft, da sind sich die Experten einig. Im Kreis Paderborn wurde hierzu schon viel erreicht. Der derzeitige Stromverbrauch der Bevölkerung kann hier zwar aus der Windkraft abgedeckt werden.  Es werden jedoch neben dem aktuellen Strombedarf im Kreis Paderborn nach wie vor auch viele fossile Brennstoffe wie Gas, Benzin, Diesel verbraucht, die nun sukzessive durch verstärkten Einsatz von z. B. strombetriebenen Wärmepumpen, Elektroautos, E-Scooter etc. ersetzt werden. Der Stromverbrauch wird also wegen des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen in der Strom- und Wärmeerzeugung sowie der Mobilität immer weiter ansteigen. Um diesen Energiebedarf zu decken, ist eine Ausweitung der Windkraft, auch im Kreis Paderborn, unumgänglich.

Bürger vor Ort müssen profitieren

Wichtig ist der SPD im Kreis Paderborn die Akzeptanz für Windenergieanlagen zu erhöhen und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung zu steigern. „Gerade die Bevölkerung und die Kommunen im ländlichen Raum wie hier im Kreis Paderborn müssen von der Windkraft vor Ort profitieren.“ sagt Wolfgang Scholle, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. Die SPD fordert daher eine verpflichtende Beteiligungsmöglichkeit der Bürgerinnen und Bürger und der Kommunen an Windparks. Kommunen, in denen Windanlagen gebaut werden, sollten zudem eine am Umsatz orientierte Beteiligung an den Windanlagen erhalten. Das könnte bedeuten, das Gewerbesteuer dort erhoben wird, wo Windenergie erzeugt wird und nicht, wo der Sitz des Unternehmens ist.

Gute Arbeitsplätze in Deutschland erhalten

Die deutsche Photovoltaikindustrie nahm einmal eine internationale Spitzenposition ein. Diese hat Deutschland zwischenzeitig leider an China abgegeben. Dieser Fehler sollte nicht wiederholt werden. Noch hat die Windindustrie Deutschlands international eine führende Rolle inne. Mit zunehmendem Umbau von Energiesystemen auf erneuerbare Energien in vielen Ländern der Erde entstehen gerade für Deutschland neue Exportchancen und dadurch Möglichkeiten der Wertschöpfung sowie Beschäftigung. In den Kernbereichen der Onshore-Windenergiebranche sind derzeit noch mehr als 60.000 Menschen beschäftigt.

Allerdings ist Deutschland gerade dabei, jetzt in der Windkraft, wie zuvor bei der Photovoltaik auch, in die Bedeutungslosigkeit zu fallen und seine Chancen zu verspielen.

Bei einem anhaltend schleppenden Ausbau der Windkraft an Land sind tausende Jobs in der deutschen Windindustrie in Gefahr.

Irrweg des CDU-Fraktionsvize Carsten Linnemann stoppen

Mit einem aktuellen neuen Vorschlag zur Abstandsregelung wird nun die CDU die Windkraft noch stärker ausbremsen. Ihr für Energie zuständiger stellvertretender  Fraktionsvorsitzender Carsten Linnemann plant konkret weitere Verschärfungen der bereits geplanten starren 1.000 Meter-Abstandsregelung.

„Das ist ein schlechter Scherz“ sagt dazu Stephan Zech vom Umweltforum der SPD. „Herr Linnemann gefährdet damit die Ziele des Klimaschutzes und hochwertige Arbeitsplätze in Deutschland. Sein Vorhaben widerspricht den Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Paderborn. Herr Linnemann muss dringend gestoppt werden.“ Für die SPD geht es darum, die Chancen für eine Wertschöpfung durch die Windenergie im Kreis Paderborn zu nutzen und gleichzeitig dem Klimawandel entgegen zu treten.

Von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erwarten die SPD-Umweltpolitikerinnen und -politiker jetzt eine flexible und den Verhältnissen vor Ort gerecht werdende Entfernungsregelung anstelle eines starren 1000 Meterabstands der Anlagen zu Wohngebieten.

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