„Fünf Milliarden Euro für digitale Schulen“

von Bärbel Hermansen

SPD-Fraktion macht DigitalPakt im Schul- und Sportausschuss des Kreises Paderborn zum Thema

Die SPD- Kreistagsfraktion begrüßt den erfolgreichen Abschluss der Bund – Länder Verhandlungen über den „Digitalpakt Schule“, mit dem jetzt bundesweit fünf Milliarden Euro zur Entwicklung dieses Themas an den Schulen zur Verfügung stehen.  Die Kreistagsabgeordnete Silke Kohaupt beschreibt die derzeit noch verbreiteten allgemeinen Unzulänglichkeiten: „Die vorhandenen PC sind oft in die Jahre gekommen und damit nicht auf dem neuesten technischen Stand. Die Internetanbindung funktioniert nicht immer. Das Smartboard, welches in einem Klassenraum die alte Kreidetafel ersetzen sollte, lässt sich möglicherweise nicht mit dem privaten Tablet des Lehrers verbinden. Das WLAN erreicht nicht alle Klassenräume. Derartige Zustände sind in vielen Kreisen und Städten noch Realität und die Schulen hinken häufig dem digitalen Zeitalter hinterher.“

Diese Situation kann nun erheblich verbessert werden. Nachdem der Kreis Paderborn durchaus in den letzten Jahren bereits in die Digitalisierung der Berufskollegs investiert hat, gibt es nun weitere Gelder aus dem DigitalPakt Schule, den der Bundesrat nach langem Ringen zwischen Bund und Ländern auf den Weg gebracht hat. „Das hartnäckige Drängen der SPD, beim DigitalPakt keine weiteren Verzögerungen zu akzeptieren, zahlt sich jetzt aus“, sagt Ausschussmitglied Jürgen Schmidt. Und weiter: „Wir wollen, dass das Geld schnell die richtigen Stellen, also namentlich auch die Ausbildung an unseren Berufskollegs im Kreis Paderborn erreicht. Dafür müssen jetzt die ersten Vorbereitungen getroffen werden.“  Die Kreis SPD hat daher bereits im zuständigen Fachausschuss für Schule und Sport den Antrag gestellt, diesen Punkt in die Tagesordnung der nächsten Sitzung aufzunehmen.

Der Bund stellt über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung, davon in dieser Legislaturperiode 3,5 Milliarden Euro. Zusammen mit dem Eigenanteil der Länder stehen ab dem Sommer 2019 dann insgesamt 5,5 Milliarden Euro bereit. Rein rechnerisch bedeutet dies für jede der ca. 40.000 Schulen in Deutschland im Durchschnitt einen Betrag von 137.000 Euro oder umgerechnet auf die ca. 11 Millionen Schülerinnen und Schüler eine Summe von 500 Euro pro Schüler.

Die Beantragung der Fördermittel muss einhergehen mit der Vorlage eines technisch- pädagogischen Konzepts

„Die Verwaltung soll uns in der Sitzung berichten, welche Vorbereitungen sie bereits getroffen hat, um für die Schulen in der Trägerschaft des Kreises Paderborn zeitnah Fördermittel aus dem DigitalPakt zu erhalten“, sagt der stellvertretende Ausschussvorsitzende Horst Neumann Er ist zuversichtlich, dass der Kreis Paderborn damit einen guten Weg in die digitale Zukunft der beruflichen Bildung finden wird.

Neumann macht außerdem darauf aufmerksam, dass sich der DigitalPakt Schule mit der Breitband-Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur ergänzen lässt. „Über das Breitbandprogramm wird die Internetanbindung bis in den Keller eines Schulgebäudes finanziert“, so Neumann. Alles in allem seien die Akteure im Bereich der beruflichen Bildung jetzt gefordert, die dargebotenen großen Chancen für einen Modernisierungsschub auch beherzt zu ergreifen.

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