Grundrente als Schritt zur Anerkennung der Lebensleistung

von Bärbel Hermansen

In der letzten Sitzung der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen im Kreisverband Paderborn (AfA) wurde über das Entwurfpapier der SPD zur Grundrente ausführlich und intensiv diskutiert.

Das Konzept zur Grundrente wertete die Versammlung als wichtigen Baustein der sozialen Gerechtigkeit. Die Anwesenden waren der Meinung, dass die Lebensleistung aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gewürdigt werden müsse. Wer ein Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen und/oder Angehörige gepflegt hat, den darf die Solidargemeinschaft nicht „im Regen stehen lassen“.

Auch ist es dringend erforderlich, die Ursachen der viel zu niedrigen Renten zu bekämpfen.

Der Vorsitzende der AfA im Kreis Paderborn, Mohamed Soubh, dazu: „Unabdinglich zur Vermeidung von Altersarmut sind dabei höhere Löhne und eine starke Tarifbindung.“

Die neue Grundrente soll einen effektiven Schutz vor Armut im Alter bieten. Die Rente werde um einen Zuschlag erhöht, wenn die Versicherten mindestens 35 Jahre Grundrentenzeiten vorweisen können. Das sind Pflichtbeitragszeiten, vor allem aus Beschäftigung, Kindererziehung und Pflegetätigkeit. Davon werden 3 bis 4 Millionen Menschen profitieren, vor allem Frauen.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die 40 Jahre auf dem Niveau des Mindestlohns tagtäglich in Vollzeit gearbeitet haben, erreichen derzeit eine monatliche Rente von 512,48 Euro. Mit der Grundrente kämen sie auf eine monatliche Rente von 960,90 Euro.

Die AfA begrüßt das Modell einer Grundrente von Arbeitsminister Hubertus Heil. Eine Bedürftigkeitsprüfung dagegen lehnt die Arbeitsgemeinschaft der SPD entschieden ab. Es geht vor allem darum, Altersarmut zu vermeiden und dabei den betroffenen Menschen, nach einem langen Arbeitsleben, nicht ihre Würde zu nehmen. Eine solche Grundrente erhöht auch das Vertrauen in unser Rentensystem. Insbesondere der von sogenannten Geringverdienern.

 

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