Heimat Senne: Kanonen oder erlebbarer Naturraum?

von Bärbel Hermansen

Die Ministerin Ina Scharrenbach besucht auf ihrer Heimattour u.a. den Kreis Paderborn.

Radelnd will sie sich ein Bild über die Menschen und deren Heimat in Nordrhein-Westfalen machen. Sicherlich wird Frau Scharrenbach auch sehr schöne Orte und Landschaften hier im Paderborner Land entdecken. Aber viele Menschen im Kreis Paderborn sind auch enttäuscht darüber, dass  ein wichtiger Teil ihrer Heimat, die Senne, offenbar bei den Vertreter*innen der Landesregierung auf keinerlei Interesse mehr stößt.

„Den Hinweis auf eine mögliche Entwicklung zum „Nationalpark Senne“ aus dem Landesentwicklungsplan zu streichen war einer der großen Fehler der CDU/FDP Regierung in Düsseldorf“, so der stellvertretende Vorsitzende der SPD Kreistagsfraktion Wolfgang Scholle. Die Bedeutung der Senne als Natur- und Umweltleuchtturm ist nicht hoch genug einzuschätzen.

Die Befürchtung, dass nach dem  Komplettabzug der Briten aus der Senne der Truppenübungsplatz zur Schießbahn der Nato wird, scheint jetzt schon eingetreten zu sein. Die militärischen Übungen auf dem Gebiet des Truppenübungsplatzes Senne in den letzten Wochen waren bis weit in die Nacht, auch in weiter entfernten Regionen, zu hören.

Sollten, wie angekündigt vermehrt Übungen anderer NATO Partner stattfinden, steht zu befürchten, dass die Anrainer fast das ganze Jahr über unter den Militärbewegungen und Übungen leiden und Besucher*innen keinen Zugang mehr zur Senne haben werden.

Die Bedeutung der Senne braucht weiterhin ein starkes Zeichen aus der politischen Region. Auch SPD Kreisvorsitzender Burkhard Blienert sagt: „Wir fordern alle Beteiligten in Düsseldorf auf, sich dringend weiter mit der Senne auseinander zu setzten und die jetzt schon vorhandenen Belastungen durch das Militär nicht weiter zu forcieren.“

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