SPD Kreisverband und Kreistagsfraktion Paderborn zum Thema Entwicklung der Senne

von Bärbel Hermansen

SPD Kreisvorsitzender Burkhard Blienert ist sehr irritiert über die positive Bewertung der Veränderungen im Bereich der Senne von Seiten der CDU. „Der Verbleib von 200 britischen Armeeangehörigen in der Senne und die zukünftige Nutzung des Truppenübungsgeländes für Nato-Übungen schaffen aus unserer Sicht eine absolut unbefriedigende Situation für die Stadtteile Sennelager und Schloß Neuhaus. Die notwendige Entwicklung in Sennelager und die Schaffung dringend benötigten Wohnraumes geraten so ins Stocken. Wir befürchten eine ungeklärte Verkehrssituation während der Vor- und Nachbereitung der Truppenübungen.“

Ebenso sind die Folgen intensiver Nato-Übungen für die Natur auf dem Truppenübungsgelände nicht absehbar und können hier relevante Schädigungen von Flora und Fauna herbeiführen.  Der Naturraum in der Senne hat sich aufgrund europäischer Unterschutzstellung so hervorragend entwickelt. Die biologische Station Kreis Paderborn-Senne hat hierüber die fachliche Aufsicht und bestätigt, dass sich die Briten immer vorbildlich in diesem Naturraum verhalten haben. Wir können nur hoffen, dass diese fachliche Aufsicht weiterhin erhalten bleibt.

Die langfristige Zukunft ist überhaupt nicht geklärt. Im schlimmsten Fall hinterlassen die Truppen in einigen Jahren einen zerstörten landesweit bedeutsamen Biotopkomplex.  Die Aussicht auf einen Nationalpark Senne, der die Region touristisch aufwerten würde und damit auch Arbeitsplätze sichern könnte, rückt damit in weite Ferne. Wolfgang Scholle, Naturschutzexperte der SPD im Kreis Paderborn und stellvertretender Vorsitzender der SPD Kreistagsfraktion, sieht den gravierendsten Schaden darin, dass dieses vom Natur- und Landschaftsschutz geprägte sehr reizvolle Gebiet damit für die Bevölkerung weiterhin über lange Zeit gesperrt sein wird.

Die Sozialdemokraten ziehen damit das Fazit:  Im Prinzip ist dies eine sehr schlechte Nachricht für die Stadt und den Kreis Paderborn.

Vorschnelle Bewertungen seitens der CDU sowie der verantwortlichen Bürgermeister von Paderborn und dem Landrat sind unverständlich.

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