SPD Vertreter/innen besuchen die Streikenden des Faethe Labors

von Bärbel Hermansen

Der Streik geht in die nächste Runde

Mittwoch, 21. Februar 2018: Bei strahlendem Sonnenschein aber klirrender Kälte stehen wieder einmal ca. ein Dutzend Beschäftigte des Faehte Labors, Werksvertrags Firma von Stute, vor dem Werksgebäude auf dem Gehweg und streiken. Die unendliche Geschichte dieses Labors bei der Firma Stute geht weiter. Aus aktuellem Anlass besuchen Burkhard Blienert, SPD Kreisvorsitzender, Gunda Köster, Vorsitzende der SPD Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, Franjo Henze, Vorsitzender der SPD Ratsfraktion und die DGB Vorsitzenden OWL Anke Unger die Streikenden, um sich über die aktuelle Situation zu informieren. Auf den Schildern der Streikenden steht die Losung: 15 Jahre keine Lohnerhöhung im Faethe Labor bei Stute. Ein Missstand, der schon im Dezember 2017 zu Streik, ja sogar zum Hungerstreik eines Mitarbeiters geführt hat. Was hat sich bisher getan? Armin Wiese, Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten NGG erläutert:  „Nicht Gutes hat sich getan! Es gibt keinerlei Gesprächsangebot des Arbeitgebers über die sicher für alle verständliche Forderung nach Lohnerhöhungen. Ganz im Gegenteil, es hat sich noch mehr zugespitzt: Zum Ende des Monats Januar wurden fünf Kündigungen angedroht und eine Kündigung gegen den Einwand des Betriebsrates dann auch schlussendlich ausgesprochen. Dies ist eine unhaltbare Situation für die Beschäftigten!“

Die Streikenden sitzen später am Vormittag in der SPD Geschäftsstelle mit den Politiker/innen zusammen und erläutern dort ihre Forderungen und Erfahrungen an ihrem Arbeitsplatz. Sie lassen sich auf keinen Fall mehr einschüchtern, sie fordern endlich ein Gespräch mit dem Arbeitgeber, dem Geschäftsführer des Faethe Labors ein. Betriebsräte Kornelius Klassen und Conny Renk: „Wir wollen auf Augenhöhe mit unserem Arbeitsgeber über unsere Forderungen reden! Wir möchten einen verlässlichen Tarifvertrag!“ Da alle Versuche bisher gescheitert sind haben sie sich inzwischen an die Schlichterin beim Arbeitsministerium NRW gewandt. Und von der Politik erhoffen sie sich auf jeden Fall mehr Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bezüglich der Bedingungen bei Werksverträgen und Leiharbeit, ebenso wie auch gesetzliche Verbesserungen zum Schutz der Arbeit von Betriebsräten.

Burkhard Blienert betont, dass die SPD sich solidarisch mit den Streikenden erklärt. „Wir haben großen Respekt vor dem persönlichen Einsatz der Betroffenen. Es ist unsere politische Aufgabe, den Missbrauch von Werksverträgen zu bekämpfen. Wir brauchen mehr Rechte für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, damit der Wert der Arbeit auch anerkannt wird,“ so Blienert.

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