Zur aktuellen Situation der SPD nach dem Rücktritt von Andrea Nahles

von Christopher Stange

 

Am Sonntag, 2. Juni, hat Andrea Nahles ihren sofortigen Rückzug als Vorsitzende der Partei und der Bundestagsfraktion sowie aus der Politik insgesamt bekanntgegeben.
Sebastian Hartmann, Vorsitzender der NRW SPD, ist ihr für ihr Engagement in den letzten Jahren dankbar und meint: „Andrea Nahles hat über viele Jahre große Verantwortung in unterschiedlichen Funktionen für die Sozialdemokratie getragen. Ihre Entscheidung verdient Anerkennung und ihre geleistete Arbeit Respekt.“

Der Vorsitzender des SPD-Kreisverbands Paderborn, Burkhard Blienert, fordert in den nächsten Monaten eine inhaltliche und personelle Neuorientierung der gesamten Partei sowie eine Debatte über den Verbleib in der Großen: „Nach den aktuellen Ereignissen in der SPD sollten wir nichts personell überstürzen wie in der Vergangenheit, sondern einen Fahrplan für die notwendigen Entscheidungen für die Zukunft besprechen. Dazu gehören Fragen des Spitzenpersonals wie auch klare inhaltliche Positionen und eine politische Haltung. Alles muss auf den Prüfstand, auch die Frage der Großen Koalition.“

Sebastian Hartmann ist es wichtig, dass es zukünftig mehr gemeinsame und weniger einsame Entscheidungen gibt und erinnert daran, dass „die Sozialdemokratie in ihrer langen Geschichte andere Krisen überwunden hat und gestärkt daraus hervorgegangen ist.“ Er glaubt, dass die SPD vor einer „tiefgreifenden Umwälzung“ steht, Deutschland aber auch eine starke, selbstbewusste und zukunftszugewandte SPD braucht. Burkhard Blienert ergänzt: „Ich bin überzeugt, dass die SPD als eine Partei, die der sozialen Gerechtigkeit, der internationalen Solidarität, der Vernunft und Freiheit verpflichtet ist, eine Zukunft hat, um das ungezügelte Profitstreben zu bändigen.“

 

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